Klaus-Dieter Bühler

Portrait von Klaus-Dieter Bühler in der alten Seegrasspinnerei
Klaus Bühler, 66 Jahre, Vater von 2 Töchtern, Nachrichtentechniker,

Klaus-Dieter wohnt in der Kirchheimer Vorstadt. Er hat Nachrichtentechnik studiert und arbeitete zuletzt als Softwarespezialist am Elektronischen Führungszeugnis mit. Als frisch gebackener Rentner will er nicht nur reden sondern auch handeln, und das bei NT14.

  • Ist 66 Jahre alt, verheiratet und hat 2 Töchter
  • Ist einer der ersten „Digital Natives“
  • Liebt die alternative Kultur (Seegrasspinnerei, Kuckucksei, Provisorium und Silberburg)
  • Er will seine Kraft und Erfahrung für mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung von unten einsetzen

Wer bin ich, was will ich, wovon ich träume

Seit Ende 1985 wohnen wir in der Kirchheimer Vorstadt in Nürtingen. Beim DRK Nürtingen habe ich die Ausbildung zum Rettungssanitäter erhalten und meinen Zivildienst abgeleistet. Danach Studium Nachrichtentechnik/Informatik an der Fachhochschule für Technik in Esslingen. Zunächst in der Hardware-Entwicklung tätig, habe ich mich schließlich auf Software spezialisiert und zuletzt am Elektronischen Führungszeugnis mitgearbeitet. Seit Januar bin ich in Rente.

Transparenz wie in Madrid

Ich sehe das Internet als Mittel für mehr Transparenz und direktere Demokratie, Die Transparenz-Hauptstadt Madrid ist für mich ein beachtenswertes Vorbild. Eine App zur Bürgerbefragung nach Tübinger Vorbild finde ich gut. Besser fände ich noch, wenn per elektronischem Personalausweis endlich auch rechtsverbindliche Befragungen möglich würden. Für Menschen ohne Internetzugang gerne auch über Terminals in den Rathäusern.

Grau ist alle Theorie

Ich bin passionierter Heimwerker, Häuslebauer und Elektroniker. Einen erheblichen Teil des Innenausbaus an unserem Eigenheim habe ich selbst ausgeführt. Ich baue Möbel und repariere fast alles, vom Computer bis zum KFZ. Ich kann bei vielen Gewerken sachkundig mitreden und hinterfragen.

Wenn Kultur, dann von Bürgern für Bürger

Nürtingen hat eine rege Kulturszene. Obwohl, die freien Kulturinitiativen wie die Seegrasspinnerei, das Kuckucksei, das Provisorium und die Silberburg verdienten mehr Beachtung. In Schorndorf gibt es den Club Manufaktur. Der ist 50 Jahre alt wie unser Club Kuckucksei. Dort waren Rudi Dutschke, Hans Dieter Hüsch, Wolf Biermann aber auch Black Sabbath, Uriah Heep, Rory Gallagher und The Nice zu Gast. Und trotzdem hat der CDU-OB Winfried Kübler für einen 1200 qm großen Neubau gesorgt, der 1993 bezogen werden konnte.

Ich sehe hier ein klares Defizit. Nürtingen muss seine freie Kulturszene deutlich mehr unterstützen. Ich interessiere mich für Musik und professionelle Audio- und Bühnentechnik. Logisch, dass ich im Kuckucksei aktiv mitarbeite. Nicht nur reden eben. Im Gemeinderat möchte ich mich für unsere Kulturszene stark machen. Ich träume von einem sozio-kulturellen Zentrum in Nürtingen und einer kleinen Variante der Bonner Rheinauen bei uns am Neckar.

Für eine attraktive Innenstadt

Viele vergleichen Nürtingen mit unserer Nachbarstadt Kirchheim. Ich vergleiche mal mit Schorndorf. Knapp 40000 Einwohner. Die Innenstadt ist von der Größe vergleichbar. Meine Tochter wohnt und arbeitet dort. Ich habe bei einem Spaziergang mal Bilder von allen Geschäften gemacht. Zuhause konnte ich es kaum glauben: es waren über 100. Es gibt zahlreiche Restaurants und Kaffees mit Außenbewirtschaftung. Die Kaffees haben sogar Sonntags geöffnet. Es gibt einen Laden mit israelischen, einen mit afghanischen Spezialitäten, "Feuer & Flamme" mit Kerzen und Feuerschalen, die Kreativinsel "Isys" einen Unverpacktladen, einen Weltladen und, und. Viele wären es wert, erwähnt zu werden, doch hier fehlt der Platz.

Es gibt das Stadtmuseum und die Forscherfabrik für Kinder mit hauptamtlichen Mitarbeitern. Da frage ich mich, was läuft in Nürtingen schief? Ich hoffe, als Gemeinderat finde ich die Antwort. Und ich träume davon, dies mit NT14 ändern zu können. Damit das Rote Haus, unser Weltladen, die Karaffe, das Schümli, Spielhansel und der Nürtinger Keller nicht allein bleiben.

Erhalt des Gemeineigentums geht vor Neubau

Meines Erachtens gebietet die Treuepflicht des Gemeinderates, notwendige Erhaltungsmaßnahmen am Gemeineigentum umgehend auszuführen. Nur so kann verhindert werden, dass weiterer Schaden und damit Kosten entstehen. Der Renovierungsstau bei Schulen und öffentliche Einrichtungen muss endlich behoben werden. Erst dann dürfen neue Projekte angegangen werden. Ich träume von einem Gemeinderat, in dem Vorschläge nicht einfach blockiert werden. Ich wünsche mir, dass stattdessen konsensfähige Alternativen unterbreitet werden. Dass endlich Prioritäten verantwortungsvoll gesetzt werden. Und "Weil wir das schon immer so machen" darf nicht länger als Begründung dienen.

Meine bisherige Berufstätigkeit, verbunden mit Dienstreisen, ließen keinen Raum für lokal politisches Engagement. Seit diesem Jahr will ich nicht nur reden sondern auch handeln. Das ist, denke ich, mit NT14 am besten möglich.