Dr.-Ing. Friedrich Röcker

Portrait von Friedrich Röcker in der alten Seegrasspinnerei
Dr.-Ing. Friedrich Röcker, 74 Jahre, verheiratet, 4 erwachsene Kinder, IT-Leiter i.R.,

Friedrich hat 30 Jahre lang bei Heller gearbeitet. Seit seinem Eintritt in den Ruhestand engagiert er sich vor allem ehrenamtlich im Kulturforum, bei der "Bürgerstiftung Nürtingen und Umgebung", bei der Vesperkirche und als Unterstützer der NT14-Gemeinderäte. Seit 34 Jahren ist er Mitglied des Nürtinger Kammerorchesters.

Bei der NT14 schätzt er vor allem die Offenheit, die Diskussionskultur und das Fehlen jeglichen Fraktionszwangs. Und er freut sich besonders, wenn Ideen aus dem Kreis der NT14-Unterstützer als NT14-Vorlage in der Gemeinderatssitzung landen. Und wenn sie dann dort auch noch die Zustimmung der anderen Gemeinderäte finden, ist das ein mutmachender Erfolg.

  • Er ist 74 Jahre alt und hat vier erwachsene Kinder
  • wohnt seit 40 Jahren am Ersberg
  • Arbeitete 30 Jahre bei Heller als Entwicklungsleiter (Steuerungen) und IT-Leiter
  • Gehört seit 2014 zum NT14-Unterstützerkreis
  • Setzt sich für Haushaltstransparenz ein.
  • Ist maßgeblich an der "Bürgerinitiative Nürtingen am Neckar" beteiligt.

Für Transparenz in Gemeinderat und Verwaltung

Als ich zum ersten mal einen Haushalt der Stadt Nürtingen in der Hand hatte, wurde mir sofort klar, dass ein Zahlenwerk von 600 Seiten nur dazu geeignet ist, den Leser vom Lesen abzuhalten. Hier musste ein Werkzeug her, also habe ich die Ärmel hochgekrempelt und eine Internet-Datenbank mit allen Haushaltszahlen geschrieben. Den Zugang dazu haben wir als NT14 allen Gemeinderäten und der Verwaltung zur Verfügung gestellt. Die neue Stadtkämmerin bietet mittlerweile eine vergleichbare Lösung auf der Internetseite der Stadt an. Damit ist ein wesentliches Transparenz-Ziel erreicht.

Für einen grünen Neckar

Bereits beim Streit um die Bebauung am Wörth hat mich die Methode der "Runden Tische" interessiert und ich habe mit großem Interesse an allen drei Veranstaltungen als Zuhörer teilgenommen. Umso enttäuschter war ich, als ich feststellen musste, dass die Ergebnisse von Verwaltung und Gemeinderat einfach vom Tisch gewischt wurden.

Als 2017 auf dem Melchiorareal Ähnliches drohte, habe ich mich spontan der "Bürgerinitiative Nürtingen am Neckar" angeschlossen und dort alle Eskapaden von Verwaltung und Gemeinderat mit durchlitten. Dabei wurde immer klarer, dass es sich lohnen würde, die Bürgerbeteiligung in Nürtingen besser zu verankern, anstatt nur so zu tun, als würde man die Bürger ernst nehmen.

Bürgerbeteiligung ist der Schlüssel zum Erfolg

Erstaunlicherweise besitzt die Stadt Nürtingen seit 2013 einen von Bürgern, Gemeinderäten und Verwaltung ausgearbeiteten Leitfaden zur Bürgerbeteiligung in Nürtingen. Alleine, er wurde noch nie angewandt und ist nahezu unbekannt. Und bei dem, was die Stadtverwaltung als "Bürgerbeteiligung" für den Bau eines Hotels am Neckarufer veranstaltet hat, wurde gegen nahezu alle Regeln verstoßen.

Wie es besser gemacht werden kann, hat die Stadt Nagold über viele Jahre mit beachtlichem Erfolg gezeigt:

  • Die Bürger vor Beginn der Planungen einbinden
  • Alle relevanten Informationen bekannt machen
  • Die wahren Ziele frühzeitig und umfassend kommunizieren
  • Alle Entscheidungen ausführlich begründen

Dieser Weg ist anfangs aufwändiger, als einfach von oben durchzuregieren. Aber am Ende hat man ein Ergebnis, mit dem alle Beteiligten leben können. Es gibt sehr viel weniger Streit und weniger Planungs- Ehrenrunden. Das heisst: am Ende ist Zeit und Geld gespart.

Und was am wichtigsten ist: Es wächst wieder Vertrauen zwischen Bürgerschaft, Gemeinderat und Verwaltung. Und darauf kommt es an.