Dr. Frank Staffa

Portrait von Frank Staffa in der alten Seegrasspinnerei
Dr. Frank Staffa, 58 Jahre, verheiratet, 2 erwachsene Kinder, Dr.-med. Allgemeinarzt,

Frank ist von Beruf Allgemeinmediziner und Hausarzt und hat in dieser Funktion jeden Tag Umgang mit Menschen aller Altersstufen und aller Bereiche unserer Gesellschaft. Dabei musste er lernen genau hinzuhören und auch zwischen den Zeilen zu lesen. Dieses Können bringt er auch in die Kommunalpolitik ein und versucht, durch kritisches Hinterfragen für mehr Klarheit zu sorgen.

Seine Motivation, sich im Gemeinderat zu engagieren, entspringt einerseits der festen Überzeugung, dass ein Sozialgebilde wie eine Kommune nur funktionieren kann, wenn seine Bürger nicht nur konsumieren, sondern sich nach ihren Möglichkeiten engagieren und einbringen. Andererseits auch der Vorbildfunktion seines Vaters, der über 40 Jahre Mitglied des Nürtinger Gemeinderates war.

  • Er ist 58 Jahre alt und hat zwei erwachsene Kinder
  • Ist in Nürtingen geboren, aufgewachsen und hat am Max-Planck-Gymnasium sein Abitur gemacht.
  • Nach dem Studium der Medizin in München ist er wieder in seine Heimatstadt gezogen und praktiziert als Facharzt für Allgemeinmedizin seit 1993 in eigener Praxis.
  • Gemeinderat für NT14 seit 2014
  • Setzt sich für die überfällige Konsolidierung des Haushaltes ein.
  • Möchte mehr Belebung der Innenstadt erreichen durch Förderung des studentischen Lebens.

Auf Umwegen zur Kommunalpolitik

Als Sohn eines „Herzblutpolitikers“ der über 40 Jahre im Nürtinger Gemeinderat gesessen hat bin ich mit der Lokalpolitik aufgewachsen. Zunächst war das aber eher eine abschreckende Erfahrung.

Nachdem ich mich in anderen Ehrenämtern engagiert hatte (acht Jahre im Vorstand der Ärzteschaft Nürtingen und 10 Jahre im Vorstand der ärztlichen Notfallpraxis Nürtingen) war es das Thema Wörth-Bebauung, das mich doch noch zur Kommunalpolitik gebracht hat. Von Anfang an war es mir wichtig die Einzigartigkeit der Lage am Fluss für die gesamte Bevölkerung zu bewahren und dieses Alleinstellungsmerkmal der gesamten Bürgerschaft zu erhalten bzw. zugänglich zu machen.

Ich war nie GEGEN eine Bebauung am Wörth, sondern immer FÜR den Erhalt einer erlebbaren Grünfläche als Naherholungsgebiet im fußläufigen Bereich der Innenstadt.

Solide Finanzsituation als Grundlage einer funktionierenden Kommune

Seit ich dem Gemeinderat angehöre versuche ich mich für eine nachhaltige Konsolidierung der städtischen Finanzen, insbesondere den Ergebnishaushalt, einzusetzen.

Die bislang gerne praktizierte Schuldendeckung durch Verkauf von städtischen Grundstücken können wir uns als Kommune nicht mehr leisten. Viel zu lange wurden unsere Ressourcen abgebaut.

Andererseits können wir auch nur das Geld ausgeben, das wir an anderer Stelle eingenommen haben. Das führt unweigerlich dazu Leistungen der Stadt ständig zu hinterfragen, Doppelstrukturen in der Verwaltung aufzuspüren und Projekte nur dann in Planung zu geben, wenn diese auch in absehbarer Zeit durchführbar sind. Dass es sich dabei nicht immer um populäre Entscheidungen handelt muss man im Interesse des Gemeinwohls aushalten können.

Belebung der Innenstadt durch Förderung des studentischen Lebens

Nürtingen hat mit der HfWU eine allseits anerkannte und renommierte Hochschule mit ca. 3.000 Studenten am hiesigen Standort. Allein man sieht sie nicht!

Um die Attraktivität unserer Stadt zu steigern müssen wir uns um diese jungen Menschen kümmern. Wir müssen ihnen Anreize schaffen in der Stadt zu bleiben, hier zu wohnen, Kontakte zu knüpfen, die auch über die Studienzeit hinaus Bestand haben. Dazu gehört nicht zuletzt ein Ausbau des Freizeitangebotes am Tag, aber besonders auch am Abend. Auf meinen Antrag zur Belebung der Innenstadt hat der Gemeinderat mit großer Mehrheit ein Papier erstellt, das dazu beitragen soll. Allerdings ist es bis heute noch nicht mit Leben gefüllt worden.

Dass man mit so einem Vorschlag bei vielen Innenstadtanwohnern eher keinen Blumentopf gewinnen kann ist mir durchaus bewusst. Aber die Zukunft Nürtingens hängt auch davon ab junge Menschen für unsere Stadt zu interessieren und besten Falls auch hier zu binden.